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Diagnostik der Arthrose
Eine Reihe von Untersuchungen ist notwendig, um mit Gewissheit festzustellen,
ob Sie an einer Arthrose leiden:
1. Anamneseerhebung
In einem persönlichen Gespräch mit Ihnen machen wir uns ein
Bild von Ihrem Gesundheitszustand und dem bisherigen Verlauf Ihrer Beschwerden.
Gleichzeitig wird geklärt, ob womöglich einige der zuvor genannten
Risikofaktoren auf Sie zutreffen.
2. Klinische Untersuchung
Die körperliche Untersuchung liefert weitere Hinweise auf das Vorliegen
einer Arthrose: Gelenkverformungen, Entzündungszeichen, Muskelschwund
oder Abweichungen der Beinachsen können dabei erfasst werden. Hierzu
werden die verdächtigen Gelenke genau betrachtet und abgetastet,
um Schwellungen, Überwärmung oder Gelenkreiben festzustellen.
Anschließend wird die Beweglichkeit der Gelenke untersucht, indem
der Bewegungsumfang in allen Richtungen geprüft wird.
3. Röntgenuntersuchung
Das Röntgen ist die wichtigste Untersuchung auf dem Weg zur richtigen
Diagnose. Auf einer Röntgenaufnahme des betroffenen Gelenkes lässt
sich gut erkennen, ob es bereits zu krankheitsbedingten Veränderungen
einzelner Gelenkstrukturen gekommen ist:
Zeichen der Arthrose wie eine Gelenkspaltverengung als Ausdruck des abgeriebenen
Knorpels, Gelenkverbreiterungen und knöcherne Ausziehungen oder
Verdichtungen der Knochensubstanz lassen sich im Röntgen zumeist
sehr gut beurteilen. Anhand der Art der festgestellten Veränderungen
lässt sich dann der Fortschritt der Erkrankung und damit ihr Schweregrad
einschätzen. Diese Erkenntnisse dienen als wichtige Grundlage zur
Bestimmung des künftigen Behandlungsverlaufs.
Da sich im Röntgenbild allerdings nur Zeichen einer bereits fortgeschrittenen
Arthrose feststellen lassen, können bei Verdacht auf eine Arthrose
im Frühstadium weitere bildgebende Untersuchungen wie die MRT notwendig
werden.
Im Einzelfall können weitere Untersuchungen erforderlich sein,
um eine Arthrose sicher zu diagnostizieren und von weiteren ähnlichen
Krankheitsbildern abzugrenzen:
4. Laboruntersuchungen
Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise auf mögliche bestehende Grunderkrankungen,
die arthrotische Gelenkveränderungen zur Folge haben können,
wie auch auf entzündliche Reaktionen im Rahmen des Krankheitsprozesses.
5. Ultraschalluntersuchung
Im Ultraschall lassen sich Flüssigkeitsansammlungen und Gelenkergüsse
gut erkennen.
6. Gelenkpunktion mit Synoviaanalyse
Liegt ein Gelenkerguss vor, kann eine Punktion Aufschluss über die
Ursachen und die zugrunde liegende Erkrankung geben. Dabei wird Gelenkflüssigkeit
mit Hilfe einer Kanüle aus dem Gelenk entnommen und anschließend
labortechnisch untersucht. Die Punktion hat gleichzeitig auch einen therapeutischen
Effekt, indem durch die Flüssigkeitsentnahme das Gelenk entlastet
wird.
7. Magnetresonanztomographie (MRT)
Die MRT (auch "Kernspintomographie" genannt) ist eine hoch
empfindliche Untersuchungsmethode, die kleinste Knorpelschäden bereits
anzeigen kann, wenn im Röntgenbild noch gar keine Veränderung
erkennbar ist.
Hierdurch wird es möglich, bereits im Frühstadium der Erkrankung
mit einer gezielten Arthrosetherapie zu beginnen, noch bevor schwerwiegende
Veränderungen an den Gelenken entstanden sind.
8. Szintigraphie
Die Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit deren
Hilfe es möglich ist, Entzündungsherde im Körper aufzuspüren.
Hierbei wird zunächst eine schwach radioaktive Substanz zugeführt
und dann über eine spezielle Kamera die abgegebene Strahlung registriert.
Bei Vorliegen einer Gelenkentzündung zeigt das Strahlungsbild eine
charakteristische Verteilung, die Aufschluss gibt über die Lage von
Entzündungsherden. |